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Pflegehinweise Salate Pflegehinweise Salate

Kulturinformation Salat

Botanischer Name: Lactuca sativa var.

 

Herkunft:

Man findet in der Literatur Hinweise, daß die Kultur des Salates bis zu den Ägyptern zurückgeht. Die Kultur von Salat soll dann über die Griechen zu den Römern gekommen sein. In Mitteleuropa wurde die Kultur des Salates erst um das Jahr 800 bekannt. Der geschützte Anbau von Salat wurde vermutlich unter Ludwig XIV. um 1700 eingeführt, da die Lieferung von frischem Salat für die königliche Tafel bereits im Januar glaubwürdig belegt ist. ( Aus Gemüseproduktion Helmut Krug)

Als Urform aller Salate wird die Wildform Lactuca serriola angenommen

.

Spargelsalat

Er steht der Wildform L. serriola noch sehr nahe. Die Blätter sind lanzettenförmig, ungeteilt, ganzrandig oder gezähnt und unterseitig auf dem Mittelnerv z.T. leicht gestachelt. Die Achse wächst relativ schnell durch. Geerntet werden die jungen stark verdickten Achsen vor der Ausbildung der Blütenstände, geschält und wie Spargel zubereitet oder roh genossen. Der Anbau ist in China weit verbreitet.

 

Schnitt- und Pflücksalate

Die Pflanzen bilden blattreiche Rosetten ohne Kopfbildung. Die Blattform von Schnittsalaten zeigt eine beträchtliche Variationsbreite (Lollo rossa oder Krulsalate).

 

Römischer oder Bindesalat

Auch die Bindesalate bilden während der vegetativen Phase eine dichte Rosette. Dabei nehmen die etwas derberen Blätter im Gegensatz zu den Schnitt- und Pflücksalaten eine steilere, schräg aufwärts gerichtete Stellung ein. Sie sind überwiegend länglich, spatel- bis keilförmig, ungeteilt und ganzrandig; bei vielen Sorten sind die Blattspitzen leicht nach innen gebogen. Bindesalate gehen weniger schnell in die Blüte als die übrigen Gartensalate. Sie vertragen höhere Temperaturen, sind aber frostempfindlicher. Der Anbau liegt vorzugsweise in den Ländern Italien, Frankreich und Spanien.

 

Kopfsalat

Bei den Kopfsalaten bilden die großlappigen, ungeteilten, meist blasigen Blätter nach anfänglich offener Rosette einen mehr oder weniger festen Kopf. Dabei greifen die inneren Blätter der Rosette übereinander, so daß sie eng aneinander gepreßt über dem Vegetationskegel liegen. Nach der Blattbeschaffenheit sind zwei Zuchtrichtungen zu unterscheiden:

a) Buttersalate (werden heute als der klassische Kopfsalat bezeichnet)

b) Eis- bzw. Krachsalate

Besonders in jüngerer Zeit sind aus zahlreichen Kreuzungen Bindesalat x Kopfsalat oder Schnittsalat viele neue Typen entstanden wie z.B. Cosbergsalat (Buttersalat x Bindesalat) und der Bataviasalat (Eissalat x Buttersalat). Sie vereinen meist einige positive Eigenschaften aus den einzelnen Gruppen. ( nach Mansfeld 1954 und aus Gemüseproduktion Helmut Krug )

 

Botanik:

Bei der Wurzel der Salate handelt es sich um eine typische Pfahlwurzel, was heute durch unsere Kulturmethode (Pflanzung in Ballen) nicht mehr so eindeutig zu erkennen ist; doch sollte man dies bei den Kulturmaßnahmen bedenken. Der Keimling bildet 2 kurzstielige, länglich runde Keimblätter aus. Die Form und Anordnung richtet sich dann in der weiteren Entwicklung der Blätter nach der einzelnen Salatart. Bei den Freilandsalaten handelt es sich um einjährige Pflanzen, die in der ersten Phase ihres Wachstums eine Rosette bilden. Auch hier gibt es Arten, die eine lockere Rosette bilden z.B. Lollo Rossa oder, wie z.B. Kopfsalat einen "festen" Kopf bilden Die Kopfbildung wird durch eine Hemmung des Wachstums der Blütenstandachse hervorgerufen.

Der Übergang von der vegetativen Phase zur generativen Phase (Schossen) ist von mehreren Faktoren abhängig. Erstens Boden- und Lufttemperatur und zweitens muß auch die Tageslänge beachtet werden. Über Temperatur oder kritische Tageslänge kann man keine eindeutigen Aussagen machen, da sie je nach Art und Sorte sehr unterschiedlich sind.

Der Blütenstand kann bis zu 1 m hoch werden, und verzweigt sich oben. Dort befinden sich dann die Blütenkörbchen. Bei den Salaten handelt es sich um zwittrige Blüten, die sich in der Regel selbst befruchten.

 

Anbau - Formen:

1) Freilandanbau

2) Unterglas - Anbau

Wir wollen uns an dieser Stelle nur dem Freilandanbau widmen.

Anzucht:

Kopfsalat kann von Ende November bis Anfang August für die Freilandproduktion ausgesät werden. Die besten Keimtemperaturen liegen zwischen 12° und 18° C. Bei Temperaturen über 20° C ist Keimhemmung möglich. Die Anzuchtzeit schwankt zwischen ca. 70 Tagen im Winter und ca. 18 Tagen im Sommer. Die Jungpflanzenanzucht wird heute in den meisten Fällen von Spezialbetrieben vorgenommen. Diese Betriebe haben sich mit den notwendigen Maschinen und Räumlichkeiten ausgerüstet, um dem Erzeuger optimale Jungpflanzen zu liefern.

In vollautomatischen Straßen werden die Erdtöpfe gepreßt, besät, in Kisten abgestellt und diese dann gestapelt. Diese Stapel kommen dann sofort in Klimaräume, wo die Samen bei der richtigen Temperatur keimen können. Die ersten 8-10 Stunden sind sehr wichtig für das Auflaufergebnis.

Die ideale Jungpflanze hat 4 - 6 Blätter und die Wurzeln sind außerhalb des Preßballens noch nicht sichtbar. Diese verhältnismäßig kleinen Pflanzen überstehen den Schock, der durch die Pflanzung eintritt viel besser als eine große. Sie welken nicht bei hohen Temperaturen und die Wurzeln werden nicht beschädigt. So werden gefährliche Infektionsstellen vermieden.

 

Boden:

Kopfsalat gedeiht am besten auf leichten bis mittleren Böden mit guter Struktur und möglichst hohem Humusgehalt, pH-Wert 6 - 7. Wichtig sind ausreichend tiefe Bodenbearbeitung und guter Bodenschluß. Das Beet sollte zeitig vorbereitet und kurz vor der Pflanzung noch einmal flach bearbeitet werden. Auf diese Weise werden sehr viele Unkräuter schon im Keimstadium vernichtet.

 

Düngung:

120 - 140 Kg/ha N; 80 - 100 Kg/ha P2O5; 150 - 200 Kg/ha K2O Bei Eissalat sollte ca. 20 Kg/ha N mehr gegeben werden. Nach Möglichkeit sollte man das KNS-System (kulturbegleitendes Nitratsollwerte System) nutzen und anwenden. (Eventuelle Ernterückstände der Vorkultur anrechnen)

 

Pflanzung:

Die Pflanzung erfolgt entweder von Hand, mit der Nocken- oder Bändersetzmaschine. Der Pflanzabstand variiert zwischen 28 x 33 cm und 30 x 35 cm. Bei Eissalat wird bis zu 35 x 35 cm gepflanzt. Pro Ha stehen 95.000 bis 105.000 Pflanzen

 

Kulturführung:

Kopfsalat sollte so harmonisch wie möglich angebaut werden. Dies fängt bei der Bodenbearbeitung an und setzt sich bei der Beregnung fort. Grundsätzlich sollte nur morgens beregnet werden, weil der Bestand dann nicht so lange naß ist ( außer direkt nach der Pflanzung). In der Anwachsphase kräftige Wassergaben, damit der Boden bis in die Tiefe durchfeuchtet ist und somit eine tiefe Durchwurzelung erreicht wird. Nach dem Anwachsen kann eine kurze Trockenphase die Wurzelbildung verstärken. Ab diesem Zeitpunkt ist es besser, öfter kleinere Wassergaben zu verabreichen, als selten größere Gaben.

Auch die Pflanzenschutzspritzungen sollten möglichst in den frühen Morgenstunden durchgeführt werden ( ganz besonders bei hohen Temperaturen).

Geerntet wird direkt in die Kiste. Bis vor wenigen Jahren waren 24 St. / Kiste mit 250 - 300 gr je Kopf die richtige Qualität. Heute werden 12 St. / Kiste mit 400 gr oder einem noch höheren Kopfgewicht vermarktet. Die vollen Kisten werden entweder von Hand mit Wasser oder bei Durchlaufen eines Ladebandes abgesprüht. Um ein optimales Abspülen der Milch an der Schnittfläche zu erreichen, sollten zwischen dem Schneiden und dem Sprühen ca. 30 - 60 Sek. vergehen. Kopfsalat - Spezialisten benutzen mittlerweile Erntemaschinen mit Einzelkopfwaschung zur Einmalernte. Auf diesen Maschinen sind auch Waagen montiert, so daß nach Kopfgewicht sortiert werden kann.

 

Pflanzenschutz an Salat

Tierische Schädlinge:

Schädlinge, die nur in der Saatgutvermehrung auftreten

Salatsamenwickler: Die Samen werden von den Raupen zerfressen, tritt hauptsächlich in der Zeit von Anfang Mai bis Ende Juli auf.

Schädlinge, die in der Kultur auftreten

Wurzelgallenälchen: Köpfe fangen im Bestand an zu welken und bleiben in der Entwicklung zurück. Es sind keine Fraßschäden an den Wurzeln zu erkennen, auch ist keine Fäulnis festzustellen. Verdickungen der Wurzeln sind in verschiedenen Varianten festzustellen.

Wurzelläuse: Bei Hitze beginnen die Pflanzen zu welken und vereinzelt treten verkümmerte Pflanzen auf. An den Wurzeln sind Läuse mit einem weißen Wachsbelag festzustellen.

Salatwurzelspinner und Hopfenwurzelspinner: Sie treten meist nur in sehr begrenztem Umfang auf, sind auf die Zeit von Anfang Mai bis Ende August begrenzt. Im fleischigen Teil der Wurzel, besonders im Wurzelkopf, ist ein höhlenartiger Fraß festzustellen. Die Tiere sind ca. 4 cm lang, cremeweiß und bewegen sich sehr schnell.

Blattläuse: Es können bei stärkerem Befall Verkrüppelungen der Triebe auftreten, ebenso ein Einrollen der Blätter. Bei extremem Befall tritt Honigtau auf, auf dem sich später Schwärzepilze ansiedeln können, die dann einen schwarzen Belag bilden (Rußtau).Ein großes Problem ist das Auftreten von geflügelten Tieren. Bei den Pflanzenschutzmaßnahmen sollte darauf geachtet werden, daß die Tiere nicht in den Kopf einwachsen.

Wichtige Blattlausarten bei Salat

-Salatlaus (Nasonovia ribisnigri); kommt zu 90 % im Salat vor, Farbe grün, gelblich, rötlich - sitzt im Herzblatt - verursacht Kopffäule im Eissalat

-Kartoffellaus; in 5 - 10 % der Fälle; sitzt meist außen, daher leicht zu bekämpfen

-Pfirsichlaus; starker Virusvektor

Natürliche Gegenspieler von Blattläusen sind: Marienkäfer Blattlauswespen Florfliege Schnabel- oder Skorpionfliege

 

Pilzliche Krankheiten:

Falscher Mehltau: Auf der Blattoberseite sind schwache gelbe Flecken zu erkennen, die gewöhnlich durch Adern begrenzt sind, welche später dann eintrocknen. Auf der Unterseite bildet sich ein weißer Sporenrasen (Myzel).In der Regel werden zuerst die Umblätter befallen. Ohne chemische Bekämpfung verbreiten sich die Sporen über ganzen Kopf. Aus Gründen der Anbausicherheit sollten möglichst Sorten mit hoher genetischer Resistenz verwendet werden.

Auch beim Anbau von Sorten mit einer hohen genetischen Resistenz sollte auf die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln nicht generell verzichtet werden. Immer wieder zeigt sich, daß sich in den Gebieten zuerst neue Mehltaustämme entwickeln , wo keine Behandlung gegen Falschen Mehltau erfolgte.

Sklerotinia Fäule: Die Umblätter beginnen vom Rand her zu welken. Am Wurzelhals und an den unteren Blättern ist eine Fäulnis mit Verschleimung festzustellen Die befallenen Stellen sind mit einem weißen Pilzrasen ( Myzel) überzogen. In dem Myzel sind die ca. 1 mm großen, schwarzen Sklerotien eingebettet.Sklerotien können mehrere Jahre im Boden überleben.

Rhizoctonia solani- Schwarzfäule: Die am Boden liegenden Blätter faulen, wobei die Mittelrippe zunächst nicht betroffen ist. Die Mittelrippe weist meist bräunliche Längsstreifen auf. Die befallenen Blätter sind sehr dünn und verfärben sich zuerst braun, danach schwarz. Im weiteren Verlauf des Befalls dringt der Pilz von unten immer weiter in die Pflanze ein.

Grauschimmel - Botrytis cinerea: Der Befall tritt meist kurz nach der Pflanzung oder zu Ende der Kultur auf. Es beginnt mit dem Welken und Faulen der am Boden aufliegenden Blätter. Die Fäulnis erfaßt die ganze Pflanze (auch ist dabei der Wurzelhals betroffen). Auf den befallenen Blättern bildet sich ein grau-brauner Pilzbelag, der, wenn man den Kopf berührt, staubt. Da der Pilz nicht in der Lage ist in gesundes Gewebe einzudringen, müssen Verletzungen oder Absterbeerscheinungen vorausgehen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die untersten Blätter, die aus Lichtmangel absterben. Die Salatpflanze ist nicht in der Lage am Blattstiel eine Trennwand auszubilden. Auf diesem Weg kann der Pilz in gesundes Gewebe eindringen. Bei Grauschimmelproblemen kann man durch hohe (flache) Pflanzung und weiten Pflanzabstand etwas Abhilfe schaffen.

Salatwelke - Pythium tracheiphilum: Tritt besonders bei niedrigen Temperaturen auf. Die Pflanzen bleiben in der Entwicklung zurück, die älteren Blätter vergrauen. Zu einem späteren Zeitpunkt treten dann Welkesymptome auf, und die Pflanzen können ganz absterben. Im Wurzelhals (Strunk), sind Verbräunungen der Gefäße zu erkennen.

Ringfleckenkrankheit - Marssonina panattoniana: Auf den Blättern zeigen sich kleine, runde, braune Flecken mit weißem Rand, deren Zentrum herausfällt. Die Blätter sehen aus, als ob man sie mit einem Schrotschuß durch-löchert hätte. Die Ringfleckenkrankheit wird durch Wasser und Luft, seltener durch Saatgut übertragen

 

Virus Erkrankungen

Salatmosaikvirus - SMV: Es handelt sich dabei um einen weltweit verbreiteten Virus. Die Pflanzen zeigen Aderchlorosen und - nekrosen. Es treten Mosaikscheckungen auf. Wurden die Pflanzen in einem frühen Stadium befallen, bilden sie keinen Kopf aus, sondern machen Blattrosetten mit einer starken Kräuselung. Für den Mosaikvirus gibt es 4 Übertragungsmöglichkeiten; Blattläuse, Samen, mechanisch, Pollen von Unkräutern z.B. Kreuzkraut.

Gurkenmosaikvirus - Cucumber mosaic virus: Er tritt ebenso stark wie der Salatmosaikvirus auf. Das Virus zeigt sich durch blaßgelbe bis gelbe Blätter, schlechte Kopfbildung und gestauchtem Wuchs. Gelegentlich treten auch Nekrosen auf, die aber örtlich begrenzt sind. Durch die große Zahl der Wirtspflanzen des GMV ist eine ständige Infektionsgefahr gegeben.

Breitadernvirus - Big Vein (Bobbelblatt): Das Adernnetz bleibt im Wachstum gegenüber dem Blattgewebe zurück, wodurch stark gewölbte Blätter entstehen. Die Blattadern werden breit und das direkt angrenzende Blattgewebe wird deutlich heller oder sogar gelb. Die Krankheitssymptome sind am stärksten bei einer Lufttemperatur von 14° C. Im Bereich von 18 - 22°C wird der Erreger am schnellsten in die Sproßteile transportiert. Über 24°C zeigen sich keine Symptome mehr. Der Erreger wird von den Zoosporen des Bodenpilzes Olpidium brassicae übertragen. In trockenem Material können Erreger und Überträger 20 Jahre überdauern. Eine Verbreitung durch Insekten findet nicht statt.

Bronzefleckenvirus: Besonders bei Endivien und Radicchio vorkommend. Er zeigt sich durch gelbgrüne Flecken an den Blattadern und unregelmässigen Verbräunungen innerhalb der Chlorosen. Die Viren werden von Thripsen übertragen, daher ist ein großes Augenmerk auf die Bekämpfung von Thripsen zu legen.

Tomato spotted wilt virus: Wird wie das Bronzefleckenvirus auch durch Thripse übertragen. Es bilden sich vor allem im jungen Stadium kleine nekrotische Flecken auf den inneren Blättern. Im fortgeschrittenen Stadium werden die Blätter braun bis schwarz und das Herz stirbt ab.

Westlicher Rübenvergilbungsvirus - Beet Western Yellow Virus: Die älteren Blätter zeigen Vergilbungen der Interkostalfelder, wobei diese auch weiß und brüchig werden können. Die Blattadern hingegen bleiben grün. Das Schadsymptom hat Ähnlichkeit mit Magnesiummangel. Die Übertragung der Viren erfolgt durch Blattläuse. Wirtspflanzen sind einige Kulturarten wie Spinat, Blumenkohl, Radies sowie Kreuzkraut und Hirtentäschel.

 

Bakterienkrankheiten

Bakterienfäule: Sie wird durch Pseudomonas- und Xanthomonasarten hervorgerufen. Meistens treten zuerst an den äußeren Blättern Fäulniserscheinungen auf. Später geht die Fäulnis auf den ganzen Kopf über und die befallenen Blätter werden schleimig. Ein Bekämpfung ist nicht möglich. Befallene Bestände sollten geschlegelt und getrocknet werden, keine sofortige Einarbeitung.

 

Nährstoffmangelsymptome

Stickstoff: Wachstum und Kopfbildung sind gehemmt, gelbgrüne Blätter und auffallend dichtes Wurzelwachstum.

Phosphor: Gestauchter, rosettenartiger Wuchs, dunkelgrüne oder rötliche Blattfarbe

Magnesium: Die Blätter werden blaßgrün, gelblich bis fast weiß, die Adern bleiben grün.

Bor: Kopfsalat hat einen mittleren Boranspruch. Bei Unterversorgung kommt es zu rosettenartigem Wachstum. Die Außenblätter sind dunkelgrün, die jüngsten Blätter chlorotisch verdickt. Es entstehen Blattnekrosen. Bei extremem Bormangel stirbt der Vegetationspunkt ab.

 

Physiologische Störungen

Trockenrand: An den Blatträndern entstehen bogenförmige Verbräunungen (Ränder), die durch unzureichende Feuchtigkeit, Wachstumsstockungen und extrem hohe Verdunstung hervorgerufen werden. Auch kann Randen durch einen zu hohen Salzgehalt im Boden hervorgerufen werden ( im UG - Anbau häufiger)

Innenbrand: Die jungen Blätter in der Mitte des Salatkopfes bekommen braune Ränder. Diese verbräunten Ränder weiten sich dann im weiteren Verlauf zu einer Fäule aus. Bei Eissalat äußert sich das Schadbild durch die Verbräunung der Blattadern mit anschließender Kopffäule. Innenbrand wird durch Calciummangel an den inneren Blättern hervorgerufen. Calcium wird für den Bau von Zellwänden benötigt. Verursacht wird der Mangel meist nicht durch einen Calciummangel im Boden, sondern lediglich in der Pflanze. Calcium ist in der Pflanze schwer beweglich und wird nur mit dem aktiven Saftstrom mitbewegt. Bei hoher Luftfeuchte und somit geringer Verdunstung gibt es einen rel. Calciummangel an den äußeren Pflanzenteilen wie zB. den Blatträndern, die dann die oben angeführten Symptome zeigen. Als auslösende Faktoren werden dabei folgende Punkte angesehen - hohe Temperatur über 24°C. - schlechter Wasserhaushalt - wenig Wurzelvolumen - zu hoher N-Gehalt im Boden - hoher Salzgehalt - unausgeglichene Nährstoffverhältnisse - Sortenempfindlichkeit

Glasigkeit: Glasigkeit tritt vor allem bei Wetterwechsel von heiß auf kalt, verbunden mit einem bewölktem Tag (verringerte Assimilation) auf. Dabei entsteht durch die hohe Bodentemperatur eine erhöhte Wasseraufnahme. Aufgrund der niedrigen Lufttemperatur und wenig Licht kann das Wasser nicht mehr abgegeben werden, und daraufhin platzen die Zellen in den Blattadern.


Blattstielgemüse/Mairübstiel Brassica rapa var. rapa

Namenia

Wohlschmeckendes Blattstielgemüse bei dem Stiele und junge Blätter verwendet werden können. Entweder Dichtsaat in Reihen mit 20 - 25 cm Abstand bei Verwendung wie Mairübstiel oder Anbau wie Herbstrüben (50 x 30 cm, 30 g Saatgut/Ar) zur Produktion von kräftigen Einzelpflanzen.

TKG: 2 - 3 g, 1 g = 330 - 500 g.

Aussaatzeit: Unter Glas ab Januar für die Ernte ab März, Freilandaussaaten ab M. März bis etwa Ende August.

Abstand: Reihenabstand je nach gewünschter Pflanzengröße 12 - 20 cm.

Saatgutbedarf je 100 qm: 300 - 500 g.


 

Brunnen- oder Wasserkresse Nasturtinum officinale Cruciferae

mehrjährig, 30 - 60 cm hoch

TKG: 0,2 - 0,3 g, 1 g = 3300 - 5000 Korn

Aussaatzeit: Im Freiland Direktsaat Mitte Mai bis Mitte August. Vorkultur z.B. in Erdpreßtöpfe ist möglich, Aussaat für Erdkultur im Gewächshaus September/Oktober

Saatgutbedarf: Bei Vorkultur (6 - 10 Korn je Preßtopf) 1,5 - 3 g/1000 Töpfe, Direktsaat 5 g/100 qm, Dichtsaat für Erdkultur im Gewächshaus 20 - 30g/100 qm.

Anbauinformation: Normalerweise benötigt Brunnenkresse fließendes klares Wasser. Keimdauer 10 - 14 Tage, nach der Keimung wird geflutet und der Wasserspiegel kontinuierlich, entsprechend der Pflanzengröße angehoben. Die Triebspitzen sollten möglichst vollständig von Wasser bedeckt sein.

Eine Pflanzung nach Vorkultur sollte im August oder September erfolgen, dabei die Pflanzen schräg mit dem Wasserfluß einpflanzen. Sinkt die Wassertemperatur im Winter unter 8 - 9° C stellt die Pflanze ihr Wachstum ein.Reihenabstand 20 cm, bei Pflanzung in der Reihe 8 - 10 cm.

Erdkultur im Gewächshaus erleichtert die Ernte. Hierzu wird bei einem Reihenabstand von 15 cm wesentlich dichter gesät, wichtig ist ständig feuchter Boden und hohe Luftfeuchtigkeit damit die Triebspitzen nicht hart werden.

Die Kultur kann energiesparend mit einer Minimumtemperatur von 6 - 8° C geführt werden.

Ernte: Bei Erdkultur im Gewächshaus ca. 2 Monate nach der Aussaat mit 6 - 8 cm Trieblänge, ein zweiter Schnitt, wieder 2 Monate später ist möglich. Bei der Wasserkultur kann je nach Zuwachs mehrmals von Oktober bis April geerntet werden. Die Ernte wird spätestens im Mai bei beginnender Blüte beendet. Die Ernte der bis zu 10 cm langen Triebspitzen erfolgt von Hand oder mit der Sense.

Verwendung: Geschmack und Verwendung ähnlich Gartenkresse, d.h., nur in frischem Zustand für Salate, Quark oder Frischkäse, zum Garnieren von kalten Platten usw.


Zuckerhut (Zichoriensalat)

Aussaat ab Mai (bis einschließlich August) direkt ins Freiland.
Die handhohen Pflänzchen auf 30 x 30 cm versetzen, gut feucht halten und ganz leicht düngen.
Erntezeit von September bis Dezember möglich.
Im Spätherbst können die gut entwickelten Pflanzen mit den Wurzelballen in Sand eingeschlagen im Keller zur Selbstbleiche und zur Überwinterung eingelagert werden. Die Köpfe sind auch im Kühlschrank lange lagerfähig.
Die Köpfe sehen dem Chinakohl etwas ähnlich.
Verwendung als Salat oder Gemüse möglich.
Die Blätter können in Salzwasser kurz gegart und anschliessend mit Hackfleisch gefüllt gebraten werden :-)

 

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