Arbeits- und Pflegeempfehlungen für die Anzucht in
Balkonkästen, Töpfen, Schalen und dergl.
Zunächst einmal muss man darauf hinweisen, daß die
Ernte, die man in einem Topf oder dergl. haben wird niemals so üppig sein wird
wie wenn man das Saatgut im Freiland anzieht und es dort unter normalen
Bedingungen wachsen und gedeihen kann.
Selbst im späten Herbst kann man bei entsprechenden
Außentemperaturen noch gute Ernten in Schalen, Kästen und Töpfen erzielen,
sofern diese in der freien Natur stehen und den Reizfaktoren Licht, Luft,
Wärme, Kälte, Wasser und Wind ausgesetzt sind.
Wie ich es die letzten Jahre gemacht habe:
Wie wird das Gefäß (Schale, Topf, Kasten)
vorbereitet:
| 1. |
Je tiefer das Gefäß,
desto besser für den Bewuchs. Niedrige Schalen haben den Nachteil, dass
sich die Wurzeln nur zur Seite ausbreiten können und da sind dann die
der Nachbarpflanze eben auch schon vertreten, so dass sich die Pflanzen
gegenseitig beim Wuchs behindern.
Tipp: TIEFE Behälter verwenden
Die Löcher nicht vergessen, damit überschüssiges Wasser problemlos
abfliessen kann! |
| 2. |
Als Substrat sollte man
eine ungedüngte Aussaaterde bzw. eine Pikiererde verwenden. Ebenfalls
bewährt hat sich ungedüngte Gartenerde die man aus dem eigenen Garten
sehr gut verwenden kann. |
| 3. |
Vor dem Einfüllen wird das
Substrat zuerst befeuchtet. Das geht am einfachsten indem man einen
Eimer verwendet und da immer wieder ein wenig Wasser zugibt, alles gut
vermischt und dann das gut feuchte Substrat dann in die Töpfe, Schalen
oder was auch immer einfüllt. |
| 4. |
Danach gibt man die Samen
auf das Substrat und drückt sie ein wenig fest. |
| 5. |
Nun heisst es Geduld
aufbringen und abwarten bis die Samen auflaufen und mit dem Wachstum
beginnen |
Wohin mit den Schalen während der Wachstumszeit?
Im Herbst wenn die Temperaturen noch über Null Grad sind,
ist es ratsam die so angesäten Schalen einfach so im Freiland stehen zu lassen.
Das kann entweder auf dem Balkon (bitte an die Lichtverhältnisse denken und die
Schalen nicht hinter dem Geländer positionieren. Die Keimlinge benötigen viel
Licht und das ist im Herbst/Winter hinter einer Schutzschicht (Geländer oder
ähnlichem) nicht mehr genügend vorhanden. Besser auf einem Tisch oder in den
leeren Balkonkästen vom Sommer direkt am Geländer in den Vorrichtungen:-) Für
kleinere Gefässe kann man auch das Fensterbrett verwenden (das aussenliegende
versteht sich).
Wird es draussen kälter, dann eigenen sich Frühbeete
oder sogenannte Zimmergewächshäuser. Die Haube die dann über den Pflanzen
ist, hält sie um einiges wärmer als die Umgebung und die Feuchtigkeit die
unter der Haube ist sorgt für konstantes Wachstum.
Im Herbst wird alles noch schön und kräftig wachsen ..
je weiter der Winter vorankommt desto langsamer werden diese Wachstumsphasen
ausfallen.
Man lässt die Schalen so lange draussen bis es anfängt
zu frosten, dann muss ein geschützterer Bereich gesucht werden.
Ich hole die so angezogenen Futterschalen immer erst ca.
3-4 Wochen vor der Ernte ins Haus. In dieser Zeit erleben die Pflanzen dann
einen enormen Wachstumsschub.
|